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2. Verfügungen von Todes wegen

Möchten Sie die Erbfolge individuell festlegen, können Sie dies mithilfe eines Testaments oder eines Erbvertrages tun (gewillkürte Erbfolge). Sie können Ihre Erbfolge grundsätzlich nach Ihren persönlichen Vorstellungen regeln und darüber hinaus gleichfalls Bestimmungen darüber treffen, was nach Ihrem Tode mit dem Eigentum geschehen soll. Diese sogenannte "Testierfreiheit" wird durch die Erbrechtsgarantie des Artikels 14 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes geschützt.

Sie können beispielsweise

  • einen oder mehrere Erben bestimmen,
  • einen gesetzlichen Erben enterben,
  • einen Ersatzerben einsetzen oder
  • über Vor- und Nacherbschaft verfügen.

Wenn Sie bestimmten Personen nur einzelne Gegenstände Ihres Vermögens zukommen lassen wollen, können Sie dies in einem Vermächtnis regeln. Ebenso ist es möglich, dass Sie Auflagen anordnen, die die Erben beachten müssen. Zur Verwaltung Ihres Nachlasses können Sie eine Testamentsvollstreckung bestimmen oder sogar eine Stiftung einrichten.

Ihre Testierfreiheit kann nur in ganz wenigen Punkten eingeschränkt werden:

  • Sie dürfen kein Testament oder keinen Erbvertrag aufsetzen, das oder der gesetz- oder sittenwidrig ist (z.B. Sie vermachen Ihrem Erben Ihr gesamtes Vermögen unter der Auflage, dass Ihr Erbe später einmal heiratet).
  • Auch können Sie bestimmte nahe Angehörige nur unter ganz besonders strengen Umständen vollständig enterben. In den meisten Fällen steht diesen Angehörigen immer noch der Pflichtteil zu.

Tipp: Wollen Sie sicher gehen, dass Ihre Verfügung von Todes wegen auch nach Ihrem Tod gefunden wird, ist eine amtliche Verwahrung empfehlenswert.

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